TSV Langquaid – ASCK Simbach 2:5

Einen gelungenen Abschied feierteAlessandro Belleri am Samstag im Norden Niederbayerns. Der italienische Stürmerführte mit drei Treffern seine Mannschaft zu einem nicht erwarteten 5:2-Erfolg.Ende November bricht Belleri seine Zelte in Burghausen ab und zieht wieder inseine Heimat zurück. Er wird eine große Lücke im Simbacher Angriffhinterlassen.

Mit dem Auswärtserfolg beim TSVLangquaid verschafften sich die Mannen um Coach Heiko Schwarz wieder etwasAbstand zu den Abstiegsplätzen. Einen neuerlichen Nackenschlag musste derChefanweiser der Innstädter hinnehmen, Fabian Hofbauer verletzte sich imAbschlusstraining und konnte nur als Zuschauer das spannende Spiel verfolgen.Für ihn rückte Dustin Huber in die Startformation, zudem kehrte Andi Brenzingerzurück ins Tor.

Die Anfangsphase im Waldstadionverlief nicht nach Wunsch. Die Gastgeber klar spielbestimmend, die Simbacherkonnten sich aus dem Pressing nicht befreien und fingen sich bereits nach fünfMinuten das 1:0: Dreimal misslang ein Befreiungsschlag, ehe Dustin Huberunglücklich ins Zentrum köpfte und Rudolf Barlick aus gut 25 Metern den Ballvolley in Richtung Tor schoss. Brenzinger, etwas weit vor seinem Gehäuse,konnte den Einschlag im Selbigen nicht mehr verhindern. Die weiteren Minutenließen nichts Gutes für die Innstädter erahnen. Zu viele Fehler im Aufbauspielund der aggressive Gegner erlaubten kaum mehr als zwei Ballstafetten. In Minute12 glänzte Brenzinger, als er einen Torschuss von Christoph Stich aus dreiMetern reaktionsschnell zur Ecke klärte. Mit den Gästen war offensiv überhauptnichts los. So viel das 1:1 in der 22. Minute aus heiterem Himmel. Eine scharfaufs kurze Eck getretene Flanke von Simon Zaunseder unterschätzte der unsicherwirkende TW Fabian Fuchs und faustete sich den Ball selbst ins Tor. DerSpielverlauf war auf den Kopf gestellt, Simbach kam immer besser in die Partie.Langquaid wirkte geschockt, hatte aber in der 37. Minute durch Stefan Schmidldie große Chance zur Führung, sein Kopfball nach Flanke von Gerhard Fuchsstrich Zentimeter am langen Pfosten vorbei. Der ASCK, hin und wieder mitharmlosen Angriffen, schlug kurz vor der Pause erneut zu: Einen wunderbarerDiagonalpass von Heiko Schwarz nimmt Alessandro Belleri volley und versenkt dasLeder zum 2:1, wieder machte TW Fuchs keine gute Figur.

Nach der Pause ein anderes Bild:Die Simbacher standen in der Defensive sehr sicher, gefährlich wurde es nurnoch bei Standards, aber da brannte es vor dem Tor von Brenzinger teilweise lichterloh.Da die Heimelf offensiver spielte, gaben sich nun Räume für Konter. In derturbulenten zweiten Halbzeit mussten die 140 Zuschauer ihr Kommen nichtbereuen. Den Anfang machte in der 50 Minute Belleri, der nach einem schönenZuspiel von Schlettwagner aus 10 Metern völlig frei das Tor verfehlte. Auf deranderen Seite parierte Brenzinger einen Schuss von Hannes Wagner zur Ecke. Inder 56. Minute erkämpft sich Schlettwagner nach einem Langquaider Eckball imzweiten Anlauf den Ball und spielt diesen auf Enes Deniz. Der pfeilschnelleOffensivspieler hat freie Bahn und sieht, dass der Torwart zu weit vor seinemKasten steht und hebt den Ball aus 25 Metern wunderbar ins Netz. Eine Minutespäter die große Chance zur Vorentscheidung: Belleri passt im 16er aufAlexander Fuchshuber, der den Torwart ausspielt und den Ball nur nocheinschieben muss. Aber irgendwie strauchelt der Außenbahnspieler und kommt ohnegegnerische Einwirkung zu Fall. Fünf Minuten später Glück für die Innstädter,da Bartlick nach einer Ecke knapp am Tor vorbei köpft. In dem tollenBezirksligaspiel gab es nun Chancen im Mnutentakt. So vergaben Maser,Fuchshuber und Zaunseder gute Möglichkeiten (68., 69., und 72.min), auf deranderen Seite köpfte Julian Strohmeier an die Latte (75.). Für dieVorentscheidung sorgte in der 80. Minute Belleri: Nach Eckball Fuchshuber standder Angreifer völlig frei im 16er und zieht volley ab. Der auf der Torliniestehende Strohmeier konnte nicht richtig klären und schlug sich den Ball selbstin Netz. Auch ohne sein Mitwirken wäre das Leder zum 4:1 versenkt worden. DieGastgeber gaben sich aber nicht auf, berannten nun unaufhörlich den SimbacherStrafraum und belohnten sich in der 83. Minute, als Wagner nach einer Ecke dasSpielgerät unhaltbar zum Anschlusstreffer einnetzte. Heiko Schwarz wechseltekurz vor Schluss zweimal und nahm wertvolle Minuten von der Uhr. In derNachspielzeit dann der Schlusspunkt: Nach Ecke Langquaid landet einBerfreiungsschlag bei Patrick Zierer und drei Innstädter laufen alleine auf TW Fuchszu. Zierer legt kurz vor dem Schlussmann quer auf Belleri, der zum 5:2abschloss. Danach pfiff der souverän leitende Schiedsrichter Roland Achatz ab.Erwähnenswert ist, dass es in dieser kämpferischen aber stets fairen Partiekeine einzige gelbe Karte gab. Dies lag neben dem umsichtigenSchiedsrichtergespann auch an den beiden Mannschaften.Heiko Schwarz: „Anfangs sind wir nicht gut ins Spielgekommen, hatten keinen Zugriff auf den Gegner. Der Ausgleich kam aus demNichts und danach hatten wir mehr Sicherheit und Ballbesitz, ohne aber die ganzgroßen Chancen zu haben.  In der Pausehaben wir uns nochmal heiß gemacht. Das hat man dann gesehen, wir haben schöneTore geschossen, hatten aber noch Chancen auf mehr Tore. Am Ende ein verdienterSieg und es war wichtig, mit diesem positiven Ergebnis in die Winterpause zugehen. Für Alessandro freut es mich sehr, die Mannschaft hat alles für ihngegeben, damit er einen schönen Abschluss hat. Seine ganze Persönlichkeit undseine Tore werden uns fehlen.“