
Auch im vierten Heimspiel setzte es eine Niederlage und weiterhin wartet der ASCK Simbach auf heimischem Geläuf auf einen Torerfolg. In dieser Saison stehen erst zwei Treffer auf der Habenseite – eine ernüchternde Bilanz.
Gegen den Tabellenzweiten aus dem hohen Norden Niederbayerns startete die Grobauer-Elf gar nicht schlecht. Aber bereits nach sieben Minuten hätte Aiglsbach in Führung gehen müssen, nachdem Kapitän Christoph Damböck in die Beine eines Gegenspielers passte und der freistehende Markus Schmidt einen Flachschuss an den Pfosten setzte. Nach einer Viertelstunde gab es für Bastian Damböck die große Chance zur Führung – nach einem Eckball stand er völlig frei am langen Pfosten, scheiterte aber am gut reagierenden TW Lindauer. Die Gäste übernahmen nun mehr und mehr das Kommando. Die Offensive zeigte sehenswerte Ballstafetten, lediglich der Torabschluss ließ noch zu Wünschen übrig. Nach knapp 30 Minuten herrschte im Innstädter Strafraum reges Durcheinander. Zuerst rettete C. Damböck für den bereits geschlagenen Keeper Zeiler, der Abpraller landete bei Scheuchenpflug, dessen Direktabnahme schlug an die Lattenunterkante und wieder fand der Ball einen Aiglsbacher, der dann im Strafraum von Andreas Auer zu Fall gebracht wurde. Fabian Rasch ließ sich die Möglichkeit nicht entgehen und verwertete sicher zum 0:1. Von Simbach war in der gegnerischen Hälfte nichts mehr zu sehen, der TVA vergab auf der anderen Seite weiter Chance um Chance. Zweimal schoss Goalgetter Manfred Gröber unbedrängt in die Arme von Zeiler und Kevin Kulzer traf nur den Außenpfosten. Wieder brauchten die Gäste die Mithilfe ihres Kontrahenten: Nach einer Ecke landete der Befreiungsschlag bei Tobias Treitinger, der aus 35 Metern volley abzog und das Leder über den zu weit vorm Tor stehenden Zeiler ins Netz beförderte (41.).
Im zweiten Abschnitt verflachte die Partie, da Aiglsbach die Angelegenheit nun gemütlicher anging. Der ASCK fand keinen Weg in die Offensive, Torchancen waren so gut wie nicht vorhanden. Nach einer Stunde plötzlich Aufregung, als Felix Hornung seinem Gegenspieler an den ausgestreckten Arm schoss und die Pfeife von Schiedsrichter Andreas Kloiber zum Entsetzen der Heimelf stumm blieb. Der Tabellenzweite zog nun das Tempo wieder etwas an und das machte sich gleich bezahlt: Manfred Gröber wurde bei einem Eckball allein gelassen und sein trockener Schuss schlug flach im langen Eck zur endgültigen Entscheidung ein. Fünf Minuten später verhinderte Zeiler mit einer tollen Parade den vierten Gegentreffer. Im Gegenzug ergab sich für Sheriff Oseni die Möglichkeit auf das Ehrentor, aber er legte sich den Ball zu weit vor und TW Lindauer konnte im letzten Moment klären. In den letzten Minuten vergab der TVA noch zwei Chancen, ehe die Brüder Oseni in der Nachspielzeit zweimal den Anschlusstreffer vergaben. Am Ende ein hochverdienter Sieg für Aiglsbach, für Simbach wird es nun schön langsam eng.
Abteilungsleiter Andreas Schreiner (ASCK): „Ein verdienter Sieg für Aiglsbach, die klar überlegen waren und gute Chancen vergaben. Unser Auftritt war wieder überschaubar, wir machen zu viele Fehler und legen dem Gegner regelmäßig Tore auf. In der Offensive sind wir aktuell einfach zu schwach, zwei Saisontore in sieben Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber so wird das mit dem Klassenerhalt schwierig.“
Sportlicher Leiter Josef Bergermeier (TV Aiglsbach): „Ein klar verdienter 3:0 Sieg. Das Spiel an sich war kein großes Highlight, wir haben über die gesamte Spieldauer dominiert. Obwohl wir im ersten Durchgang gute Möglichkeiten hatten, dauerte es eine Weile, bis wir in Führung gehen konnten. Unter der Kategorie Arbeitssieg freuen wir uns über die drei Punkte.“
Andreas Schreiner