Trainer Heiko Schwarz

 
Heiko Schwarz

Es als gebürtiger Cottbuser in die erste Mannschaft zu schaffen - zu DDR-Zeiten und auch zum Teil in den 90ern war dies nicht unbedingt etwas Ungewöhnliches. Anno 2009, als sich der FC Energie nach dem Bundesligaabstieg an die 2.Liga zurückgewöhnen musste, war es aber doch etwas Besonderes, den eigenen Nachwuchsspielern eine solch große Aufgabe anzuvertrauen. Der damalige Neutrainer Pele Wollitz baute immer wieder auf die eigenen Talente und interessierte sich dabei weniger für Namen als für Qualität. Und so kam es, dass Heiko Schwarz in den Genuss kam, als Nachwuchsspieler für seinen Heimatverein in der Profiliga aufzulaufen. Insgesamt fünf Spiele bestritt der Mittelfeldmann für den Zweitligisten und gehörte ganze 13 mal zum 18er-Kader der Profis. Darüber hinaus kam Schwarz auch bei den Amateuren groß hinaus - 2010 gelang ihm mit der zweiten Garde der Aufstieg in die Regionalliga. Heiko Schwarz feiert am 23. August seinen 28.Geburtstag!

Heiko Schwarz wurde 1989 in Cottbus geboren und wuchs praktisch mit dem FC Energie auf. Schon mit sechs Jahren trat er dem Verein, der seine erste Station überhaupt war, bei und spielte von 1996 an im Nachwuchs. Schon in der E-Jugend sorgte er gemeinsam mit einem Andy Hebler für erfolg- und torreichen Fußball, wurde Landesmeister und FLB-Hallenpokalsieger. Auch in höheren Altersklassen setzte sich Schwarz stets durch, überzeugte durch seine gute Technik und mannschaftsdienliche Spielweise, bereitete viele Tore vor und war auch selber häufig als Torschütze wiederzufinden. Als er 2006/07 eigentlich noch für die U18 in der Landesklasse im Einsatz war, wurde er kurz vor Saisonende von Nachwuchstrainer Jens Melzig in die U19 hochgeholt um erstmals Bundesligaluft im Juniorenbereich zu schnuppern. Gemeinsam mit Tom Mickel, Alexander Bittroff und Thomas Franke gewannen die A-Jugendlichen mit 3:1 gegen den Chemnitzer FC.

Schwarz blieb dann auch gleich bei den A-Jugendlichen und erspielte sich in der Spielzeit 2007/08 einen Stammplatz. Schon im ersten Spiel traf er beim 2:0-Heimsieg gegen Carl Zeiss Jena und schoss seine Mannschaft nur zwei Wochen später durch sein Tor zum 2:1 über die A-Junioren von Hannover 96 an die Tabellenspitze. Am Ende der Saison landeten er und das Team auf einem guten 4.Platz, zu dem er sieben Tore in 20 Partien beigesteuert hatte. So durfte Schwarz zum Saisonende auch noch ein ganz besonderes Highlight mitnehmen - einen Einsatz in der Regionalligamannschaft. Trainer Detlef Ullrich war so angetan vom Nachwuchsspieler, dass er ihn ausgerechnet im hochbrisanten Saisonfinale gegen niemand geringeren als Dynamo Dresden für die Amateure aufs Feld schickte. Ein Debüt im Männerbereich vor 4430 Zuschauern im Stadion der Freundschaft - für Heiko Schwarz damals sicher etwas ganz Besonderes. Dass er für 26 Minuten randurfte und am Ende das 1:1 nach Hause brachte, war der Lohn für eine herausragende Saison des Mittelfeldtalentes.

Schon in der anschließenden Saison fand sich Schwarz nun als fester Bestandteil der zweiten Mannschaft wieder. Und dies nicht etwa als Ergänzungsspieler, sondern als wichtiger und spielstarker Mann im Mittelfeld von Trainer Steffen Ziffert. Bereits am ersten Spieltag der Regionalligasaison setzte Schwarz ein Zeichen, nahm in der Auswärtspartie beim Chemnitzer FC Maß, und brachte den gegnerischern Keeper in Schwierigkeiten - den fälligen Abpraller versenkte Marc-Philipp Zimmermann zum 1:1-Endstand. Schwarz hatte sich durch seine konstant guten Leistungen einen Stammplatz erarbeitet, gehörte in der Mannschaft zum akzeptierten Leistungsträger und sicherte dem Team in einer schwierigen Saison auch den einen oder anderen Punkt. So sorgte er beispielsweise für drei Punkte mit seinem goldenen Tor gegen Wilhelmshaven oder bereitete beim 2:0 in Rostock erneut für Torjäger Zimmermann vor - doch am Ende konnten er und sein Team den Abstieg nicht mehr verhindern.

Doch Schwarz' Leistungen blieben nicht unbeachtet. Nachdem die erste Mannschaft von Energie gerade aus der Bundesliga abgestiegen war und mit Pele Wollitz ein neuer Trainer für den Umbruch gefunden wurde, erhielten nun auch zunehmend junge Nachwuchstalente die Chance sich bei den Profis zu beweisen. Bittroff und Miatke wurden zu Profis - aber auch Heiko Schwarz hatte sich durch seine harte Arbeit in den Fokus gespielt. So spielte er am 8. August 2009 noch um Oberligapunkte in Malchow, gewann dort auch dank seiner Vorlage mit 2:1 und fand sich tags darauf im 18er-Kader der Zweitligaauftaktpartie gegen Augsburg (3:1) wieder. Seinen ersten Einsatz für die Profis feierte er dann auch schon im September, als er vor 11.400 Zuschauern im Heimspiel gegen den KSC (2:4) in den letzten zehn Minuten ran durfte. Eine bittere Erfahrung machte Schwarz dann beim anschließenden Auswärtsspiel in Paderborn. Erstmals von Beginn an auf dem Feld, lief bis zum Führungstor durch Angelov in der 14.Minute alles nach Plan - danach wurde Energie in seine Einzelteile zerlegt. Als Schwarz nach 60 Minuten ausgewechselt wurde, führte Paderborn bereits mit 3:1, gewann am Ende sogar 5:1. Für Schwarz bedeutete diese Leistung sich erstmal wieder hinten anzustellen, im Training zu überzeugen und auf weitere Einsätze zu hoffen. Beim eine Woche später folgenden 3:0 gegen den FSV Frankfurt wurde er jedoch lediglich in den Schlussminuten eingewechselt. In der Hinrunde war dies sein letzter Einsatz für die erste Mannschaft.

Mit den Amateuren lief es da deutlich besser. In der Oberliga siegten sich die Mannen von Detlef Ullrich frühzeitig nach oben und mussten sich lediglich dem BFC Dynamo unterordnen - vorerst. Schwarz selbst erlitt im Oktober eine Kapselverletzung und musste einige Wochen pausieren, kam jedoch wiedererstarkt zurück und erhielt sogar bei den Profis noch einmal die Möglichkeit sich zu zeigen. So wurde Schwarz im Januar in der Schlussviertelstunde in Fürth (0:1) eingewechselt und kam auch in der 60.Minute gegen den SC Paderborn (1:2) zu einem weiteren Einsatz. Jenes Spiel Ende Februar war dann aber sein letztes für die Profis und fortan konzentrierte er sich voll und ganz auf die Mission Aufstieg mit den Amateuren. Vor allem als Vorlagengeber wurde Schwarz dort immer wichtiger. Besonders seine beiden Torvorlagen beim 2:0 über den härtesten Konkurrenten BFC Dynamo brachten Energie II zurück an die Spitze. Dieser Platz wurde bis zum Schluss verteidigt und brachte der zweiten Mannschaft die Rückkehr in die Regionalliga.

Totopokalfinale 66In der anschließenden Regionalligaspielzeit 2009/10 gehörte Schwarz erneut zu den Leistungsträgern - auch wenn die Mission Klassenerhalt frühzeitig ins Wanken geriet. Nach vier Niederlagen zum Auftakt gewann man erstmals am fünften Spieltag gegen Türkiyemspor (1:0), was die Kehrtwende einleitete. Nach einem 3:3 in Braunschweig (mit Vorlage durch Schwarz), folgte ein Auswärtssieg in Kiel und zwei Heimsiegen am Stück gegen Hannover II und Magdeburg. Außerdem war auch für Schwarz der Oktober golden - so traf er in drei Spielen hintereinander gegen HSV II, Wilhelmshaven und Oberneuland. Mit am Ende 22 Spielen und fünf erzielten Toren hatte er die Amateure auf Platz 10 gebracht und damit für den frühzeitigen Klassenerhalt gesorgt. Um seine Entwicklung voranzutreiben entschied sich Schwarz allerdings im Sommer 2011 zu einem Vereinswechsel. Hinter ihm lagen 15 Jahre Energie Cottbus mit fünf Zweitligaeinsätzen, 62 Spielen für die zweite Mannschaft, die Oberligameisterschaft und viele Regionalligapartien. Schwarz wechselte zum damaligen Drittligisten Wacker Burghausen.

Natürlich war das Niveau in der 3.Liga ein anderes als in der Regionalliga. Dennoch konnte Schwarz anfangs Nadelstiche setzen und sich den einen oder anderen Einsatz erspielen. Schon am ersten Spieltag stand er beim 3:2-Heimerfolg gegen RW Oberhausen in der Startelf. Bis zum Winter konnte Schwarz 15 Spiele für Wacker bestreiten, stand davon allerdings nur drei mal von Beginn an auf dem Platz. In der Rückrunde wurde Schwarz dann gar nicht mehrSchalding ASCK 51 berücksichtigt und machte dementsprechend auch keine weiteren Spiele mehr. Doch abgeschrieben war er in Burghausen noch lange nicht. Sein zweites Jahr in Oberbayern brachte nicht nur mehr Einsätze, auch erzielte er drei Treffer für den SVW. So schoss er siegbringende Tore gegen Hansa Rostock und den SV Babelsberg und erzielte den Ausgleich beim 2:2 gegen die BVB-Reserve. Elf Spiele von Beginn an und 22 in Summe stehen als Saisonbilanz auf seinem Zeugnis. Erneut landete Burghausen einstellig - nur für Schwarz endete die Zeit bei Wacker. Er wechselte anschließend zum Drittligaabsteiger nach Babelsberg.

In Babelsberg hatte man nach dem bitteren Abstieg Mühe, sich in der Regionalliga wieder zurechtzufinden. Zwar lief es anfangs noch ganz gut und man spielte bis zum 14.Spieltag im oberen Tabellendrittel mit, doch folgte anschließend ein nicht erklärbarer Abwärtsstrudel, den man nur mit aller Anstrengung stoppen konnte. Schwarz übernahm dabei Verantwortung, war kurzzeitig sogar Kapitän der Mannschaft und fuhr mit den Babelsbergern am Ende auf Platz 13 ein. Schwarz selbst hatte 25 Spiele und ein Tor zum wichtigen Klassenerhalt beigesteuert. Anschließend schloss er jedoch das Kapitel Babelsberg aus familiären Gründen. Für ihn ging es wieder zurück zu Frau und Kind nach Burghausen, wo der SV Wacker inzwischen in der Regionalliga Bayern spielte. Dort kickte Schwarz noch anderthalb Jahre, wechselte anschließend noch für ein halbes Jahr zum ASCK Simbach und beendete im Juni 2016 seine aktive Karriere. Seit Juli 2017 versucht sich Heiko Schwarz als Trainer, betreut die erste Mannschaft des ASCK Simbach in der Bezirksliga Niederbayern und steht derzeit mit ihnen auf dem zweiten Rang.

Lieber Heiko, wir gratulieren dir herzlich zum Geburtstag, wünschen dir und deiner Familie alles Gute, sportlich weiterhin viele Erfolge und gesundheitlich nur das Beste!

Steckbrief von Heiko Schwarz:
http://fcenergie-museum.de/spieler-detai…/heiko-schwarz.html

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