Die Heimspiele des ASCK Simbach laufen derzeit Woche für Woche nach dem gleichen Muster ab: die Innstädter halten gut mit, erspielen sich beste Torchancen, verpassen es aber in Führung zu gehen, werden für eigene Fehler brutal bestraft und stehen so am Ende mit leeren Händen da.

So erging es der Elf von Heiko Schwarz auch in der Partie gegen den TSV Eintracht Karlsfeld. Vor dem Spiel gab es eine gute und eine schlechte Nachricht für den ASCK. Zwar musste der Coach selbst kurzfristig passen, dafür feierte Goalgetter Christoph Behr nach fünfmonatiger Verletzungspause sein Comeback und stand sogleich in der Startformation.

Die Heimelf hatte sich einiges vorgenommen und bestimmte zu Beginn die Partie. Die Gäste schienen sichtlich überrascht vom forschen Auftreten der Innstädter und hätten sich nicht beschweren können, nach zehn Minuten schon in Rückstand zu geraten. Freistoßvariante von der linken Seite, Benjamin Schlettwagner legt quer an die Strafraumgrenze auf Haris Sistek, der völlig freistehend zum Abschluss kommt, aber der Ball streicht um Zentimeter am Pfosten vorbei (7.). Michael Spielbauer erkämpft sich in der gegnerischen Hälfte das Leder, passt auf Christoph Behr, der hat 20m zentral vor dem Tor jede Menge Platz, feuert einen Schuss ab – aber ein Karlsfelder Abwehrbein blockt den Versuch im letzten Moment ab (9.). Langer Abschlag von Fabian Taube, Schlettwagner mit der Brust direkt in den Lauf von Alessandro Belleri, der kommt im Sechzehner zum Abschluss – wieder bringt ein Verteidiger gerade noch den Fuß dazwischen (10.). Wer weiß, wie die Partie gelaufen wäre, wenn dem ASCK in dieser Phase der Führungstreffer gelungen wäre.

So kamen die Gäste aber nach einer guten Viertelstunde besser ins Spiel. Der quirlige Mittelfeldregisseur Fitim Raqi feuerte einen ersten Warnschuss auf das Simbacher Tor ab. Die beste Chance der Gäste bis dahin bot sich für Andre Gasteiger. ASCK Keeper Taube mit einem schlimmen  Fehlpass direkt zum Gegner, dann ging es schnell nach vorne, Gasteiger plötzlich frei im Sechzehner, aber sein Versuch landet nur am Außennetz. Gerade als die Heimelf nach einer guten halben Stunde wieder mehr Zugriff auf das Spiel bekam schlug Karlsfeld eiskalt und wunderschön zu. Dominik Pöhlmann hat auf der linken Seite einmal etwas zu viel Raum, legt fast von der Eckfahne weit zurück in den freien Raum, aus dem Hintergrund rauscht Marko Juric heran und zimmert das Leder aus 25m in den Winkel (39.) – wie schon in der Vorwoche kassierten die Innstädter wieder ein „Tor des Monats“. Auf der Gegenseite wollte es dagegen nicht klappen. Kurz nach dem Gegentreffer bediente Schlettwagner Christoph Behr, der ließ im Strafraum seinen Bewacher aussteigen, setzte gerade aus 10m zum Schuss an, aber der bereits am Boden liegende Abwehrspieler brachte erneut im letzten Moment seinen Fuß dazwischen. Wieder eine Großchance, die nicht genutzt werden konnte. Noch vor der Pause fast die Vorentscheidung für die Gäste, Kubilay Celik passte scharf vors Tor, aber Torjäger Michael Dietl verpasste die Hereingabe hauchdünn.

So ging es mit 0:1 in die Pause. Nach dem Seitenwechsel bot sich dem ASCK erneut die Chance zum Ausgleich, nach einem Eckball herrschte Konfusion im Karlsfelder Strafraum, das Leder kam zu Benjamin Schlettwagner, der zog von der Strafraumkante ab – wieder war ein Verteidiger gerade noch dazwischen. Danach übernahmen die Gäste aber mehr und mehr das Kommando und ließen die Innstädter nur noch selten zur Entfaltung kommen. Der Tabellenfünfte aus Karlsfeld machte nun deutlich, warum man die letzten vier Partien in Folge gewinnen konnte. Aus einer sicheren Defensive spielte die Mannschaft angetrieben von Fitim Raqi ruhig und kontrolliert nach vorne und wartete auf ihre Chance. Nach einer knappen Stunde kam Michael Dietl nach einem Missverständnis zwischen Jens Maser und Michael Spielbauer frei zum Abschluss, aber der Angreifer verzog knapp. Für die Entscheidung in diesem Spiel sorgte der eingewechselte Ludwig Dietrich, der nach einem tollen Zuspiel in die Spitze frei vor Fabian Taube auftauchte und trocken zum 0:2 einschoss (78.).

Heiko Schwarz nach dem Spiel: "Zum wiederholten Male nutzen wir unsere Torchancen nicht und leisten uns selbst haarsträubende Fehler. Ich bin überzeugt, dass wir die Klasse halten können. Man muss aber schon realistisch bleiben und erkennen, dass es auf direktem Weg sehr schwierig werden wird. Deshalb muss das oberste Ziel sein, den Relegationsplatz zu sichern."

 

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